Allgemeines





Allgemeine Information

Rettungshundeteams sind Spezialisten für die Suche nach vermissten oder verschütteten Menschen. Die Ausbildung und die jährliche Prüfung der Teams erfolgt getrennt nach Einsatzbereich.

Flächensuche nach Vermissten in unwegsamem Gelände
Trümmersuche nach Verschütteten z.B. unter Gebäudetrümmern
Lawinensuche nach VerschĂĽtteten in Lawinenfeldern
Mantrailing verfolgen der Geruchsspur einer spezifischen Person

Alarmierung und Organisation

Sollen bei einer Suchaktion nach einer oder mehreren vermissten Personen Rettungshunde zum Einsatz kommen, kann die zuständige Polizeidienststelle diese über die

Integrierte Leitstelle Emmendingen Tel. 07641-19 222


anfordern.
Entsprechend getroffener Vereinbarungen werden immer alle regionalen Staffeln, die einem offiziellen Verband (z.B. Bundesverband Rettungshunde BRH oder Deutsches Rotes Kreuz DRK) angehören, bei einer Suche zur gegenseitigen Unterstützung nachalarmiert.

Vermisstensuche

Die Flächensuchhunde werden in der Regel in Gebieten eingesetzt, die meist recht weitläufig und unwegsam sind, z.B. Wiesen, Wald mit Unterholz

Dabei gilt: Je weniger Menschen sich im Suchgebiet aufhalten, desto besser für die Suche, denn die Hunde suchen nicht nach dem Geruch eines bestimmten Menschen, sondern nach jeder menschlichen Witterung im Suchgebiet. Das Gelände wird hierzu vom RH-Zugführer in Abschnitte eingeteilt. Ein Abschnitt ist 40.000 bis 100.000 qm groß, ein RH-Team sucht diesen je nach Gelände-, Wetter und Lichtverhältnissen in ca. 1- 2 Std. mit einer Sicherheit von rund 90% ab (Finde-Wahrscheinlichkeit, wenn sich die vermisste Person im Gebiet befindet). Diese Sicherheit entspricht ungefähr einer gut organisierten menschlichen Suchkette mit 20-30 Personen. Die Hunde laufen bei der Suche frei und stöbern dabei nach menschlicher Witterung, die sie auch auf große Distanz orten können. Findet ein Hund einen Menschen, zeigt er dies seinem Hundeführer an – zumeist durch Bellen.

Tageszeit und Witterung spielen bei einem Einsatz für den Hund eine untergeordnete Rolle, da er primär mit der Nase sucht. Allerdings ist es bei Dunkelheit in sehr unwegsamem und steilem Gelände für den Hundeführer u.U. zu gefährlich, den Weg zu verlassen, so dass der Hund nachts oft nur vom Weg aus ins Gelände geschickt werden kann. Die Gebietsabdeckung wird dadurch zwar auf rund 70% reduziert, ist aber auch hier der Sicherheit menschlicher Einsatzkräfte deutlich überlegen. Der Einsatz eines Rettungshundes bei Dunkelheit in Freiflächen, Gärten, Parks, Friedhöfen usw. ist in der Regel unproblematisch. Rettungshunde können u.U. auch menschliche Witterung aufnehmen, wenn sich die vermisste Person unter Wasser befindet.
Der Erfolg hängt aber sehr von den Strömungsverhältnissen im Wasser, der Wassertiefe und dem Wind ab. Gewisse Unsicherheiten kann es beim Anzeigen toter Personen geben, da die Hunde mit dem Schwerpunkt Lebendsuche ausgebildet werden. Nur mit Ersatzhilfsmitteln können wir im
Training einen Toten simulieren (z.B. LeichentĂĽcher, chemische Duftstoffe). Insbesondere junge und unerfahrene Hunde werden eine tote Person eventuell nicht sicher anzeigen.


Auch wenn in einem bestimmten Vermisstenfall noch unklar sein sollte, ob der Einsatz von Rettungshunden ĂĽberhaupt sinnvoll ist, erhalten Sie hier fachkundige Beratung:
Einsatzhandy ZugfĂĽhrer 0172-777 38 40
(aw/tv)

ALARMIERUNG
0172-7773840

LEITSTELLE EMMENDINGEN
07641-19222

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